MASSE

Mariana Vasconcellos M Ferreira / Martyna Wojnarowska
Prof. Matthias Ballestrem

Modellbilder

Masse ist eine Grundeigenschaft der Materie. Sie manifestiert sich in der Anziehungskraft verschiedener Körper und in ihrer Trägheit; sie erzeugt Schwere und Widerstand. In der Architektur ist Masse entscheidend für das Verständnis vom Gebäude als ein Körper. Sie ist beständige Materie und bietet Anreiz für alle fünf Sinne. Diese Arbeit beschäftigt sich mit der Untersuchung der Masse und mit ihrem Erscheinungsbild in der Architektur. Im Mittelpunkt der Untersuchung steht ein Bestandsgebäude, welches umgenutzt und umgestaltet werden soll. Der Hochbunker der Pionierschule im Ortsteil Karlshorst in Berlin steht seit 1994 leer und weist eine sehr besondere, massive Struktur auf. Nachdem diese Typologie und ihr ursprünglicher Zweck verloren gegangen sind, hat diese überwältigende Masse ihren Sinn verloren. Die erdrückende, schwere Wirkung hat überstanden. Sie hat sich ihre eigene Existenz gesichert, sich jahrelang unverletzlich und funktionslos manifestiert. In diesem Projekt wird die Wahrnehmung der Räume im Vordergrund gesetzt. Um die Wirkung von Schwerkraft in verschiedenen Szenarien spüren zu können, wurde ein komplett neues Element im Gebäude hinzugefügt: Wasser. Im Wasser hat der Mensch einen anderen Bezug zur Schwerkraft; er spürt sie viel schwächer. In dem Bunker sollen Thermenanlagen mit verschiedenen Atmosphären und Wassertemperaturen entstehen. Das Programm greift das Prinzip auf, dass der Mensch sich auf sich konzentrieren soll und in seine eigene Innenwelt einsteigen kann.Im städtebaulichen Kontext wird die Thermenanlage zu einem interregionalen Angebot. Es ist nicht nur für die Bewohner der umliegenden Gartenstadt gedacht, sondern für eine größere Umgebung. Außerdem soll auf dem Dach des Bunkers ein Café angebracht werden, welches unabhängig von den Thermen erschlossen werden kann.

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